Briefmarathon: Erfolgreicher Abschluss

Zum zweiten Mal nahm unsere Menschenrechtsgruppe am weltweiten Briefmarathon von Amnesty International teil.

Im Zentrum unserer diesjährigen Aktion stand eine mutige Frau im Iran, die sich in ihrem Land für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzt.

Für die Freilassung einer friedlichen Aktivistin

Atena Daemi war so mutig, auf Facebook und Twitter die hohen Hinrichtungszahlen im Iran zu kritisieren. Sie verteilte Flugblätter gegen die Todesstrafe und nahm an einem friedlichen Protest gegen die Hinrichtung einer jungen Frau teil. Dafür ist sie zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. In der Zwischenzeit hat sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert, dass das Schlimmste zu befürchten ist.

Weltweite Aktion

Jedes Jahr fordern Hunderttausende Menschen weltweit anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte am 10. Dezember Regierungen auf, gewaltlose politische Gefangene freizulassen und Unrecht zu beenden.

Die unzähligen Briefe zeigen den Betroffenen und ihren Familien, dass sie nicht allein sind. Und sie machen Regierungen Druck: Einen einzelnen Brief können die Behörden ungelesen wegwerfen, aber Tausende von Schreiben, die auf die Einhaltung der Menschenrechte pochen, lassen sich nicht ignorieren!

Großartiges Engagement der Schülerinnen und Schüler

Ermutigt durch den Erfolg des Briefmarathons von 2017 (der tschadische Blogger Mahadine wurde auf Grund von über 100000 Protestbriefen freigelassen) hat sich unsere Amnesty-Gruppe mit dem aktuellen Fall beschäftigt und sich vorgenommen, alle Klassen unserer Schule aufzusuchen, den skandalösen Fall publik zu machen und Unterschriften zu sammeln. Die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgänge aber auch Vertreterinnen aus der Oberstufe sind dabei mit großem Engagement vorgegangen. Oft mussten Klassen mehrfach aufgesucht werden, um ihre versprochenen Protestbriefe in Empfang zu nehmen.

Gruppen-Treffen am Donnerstag-Nachmittag

Jeden Donnerstag-Nachmittag wurde bei unserem Gruppentreffen über den aktuellen Stand der Aktion gesprochen. Das Vorgehen für die anstehende Woche musste genau abgestimmt werden, da die Aktion mit den nahenden Weihnachtsferien zu Ende ging. Bei unserer letzten Sitzung am 20. Dezember wuchs die Spannung beim Sortieren der Brief-Rückläufe.

Die Freude war übergroß als bei der abschließenden Zählung 370 Protestbriefe zusammenkamen, knapp 100 mehr als 2017!

P.S.: Am 14. Februar 2019 findet übrigens unsere nächste Sitzung statt. Seht hierzu bitte in den Schaukasten neben dem Lehrerzimmer.