GSV bezieht Position gegen Meldeportal

Die Gesamtschülervertretung des Paul-Natorp-Gymnasiums positioniert sich gegen das Lehrermeldeportal der AfD.

Im Oktober letzten Jahres hat die AfD in Berlin ihr Online-Portal „Neutrale Schule“ geschaltet, das Schülerinnen und Schülern und deren Eltern die Möglichkeit geben soll, „mutmaßliche Neutralitätsverstöße“ zu melden. Hierzu kann man selbst sein Anliegen in einem Formular formulieren: Ein von der AfD angeführtes Beispiel hierfür ist „plumpes AfD-Bashing“. Dies gibt Anlass zu der Vermutung, dass die eigentliche Intention der Partei ist, ihre Kritiker denunzieren zu lassen – von Schülern*innen, die sie dafür instrumentalisieren, wie davor schon so viele andere Personen. Wir, die SV als Vertreter der Schülerschaft unserer Schule, sind allerdings der Meinung, dass ein solches Portal kontraproduktiv für das Schüler-Eltern-Lehrer-Verhältnis an der Schule ist. Die Beziehung der Schülerschaft zum Lehrerkollegium sollte – und muss - auf einem Vertrauen basieren, das ein offenes Gespräch ermöglicht. Schüler*innen sollen lernen, für ihre Ansichten einzustehen, das Gespräch in einem Problemfall ist dazu ein wichtiger Schritt. Sollte es eine Situation geben, in der die Schüler*in und auch die Eltern sich um keinen Preis direkt mit der Lehrer*in in Verbindung setzen wollen, gibt es andere Wege als die Denunziation mithilfe des AfD-Portals – Stichwort Vertrauenslehrer*in oder Klassensprecher*in. Wir wollen ein offenes und fortschrittliches Miteinander fördern, um so ein gutes Klima an der Schule zu gewährleisten.

Bei Problemen kann sich jeder Schüler gerne bei uns melden – wir sind immer offen für ein konstruktives Gespräch und hoffen, immer gemeinsam eine Lösung finden zu können. 

Die Veröffentlichung dieser Stellungnahme wurde einstimmig in der Schülerkonferenz vom 17.1.2018 beschlossen.

Der GSV Vorstand

Nils Hagemann (Schulsprecher), Luise von Wachsmann, Paul Schlichting, Fritz Bauer