Religion an der PNS

Seit 2006 findet der Religionsunterricht in einer besonderen Kooperation mit dem Fach Ethik statt.
Darüberhinaus haben die Jugendlichen der Klassen 7 bis 10 die Möglichkeit, menschliche Daseinsfragen vor dem Hintergrund religiöser Orientierungsangebote zu reflektieren. Dieser Unterricht findet oft auch in Projektform statt und erhält durch ein interessantes Angebot von Exkursionen eine besondere Lebensnähe. Hierfür ist eine Anmeldung zum Religionsunterricht erforderlich, die zu jedem Schuljahr vorgenommen werden kann.

Für Oberstufenschüler wird eine Arbeitsgemeinschaft angeboten, die eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten mit selbst gewählten Themen anbietet (z.B. Der Mensch aus humanwissenschaftlicher und biblischer Sicht, Philosophische Entwürfe geglückten Lebens, Ethik der Religionen, Religionskritik).
Für die Zukunft ist eine Einrichtung von Seminarkursen angedacht, deren Teilnahme die Wahl des Faches Religion als 5. Prüfungskomponente im Abitur ermöglicht.
Geschichte und Kultur in Deutschland, in Europa sowie im weltweiten Zusammenhang lassen sich ohne Vertrautheit besonders mit dem Christentum, dem Judentum und dem Islam nicht angemessen verstehen.

„Angesichts der Globalisierung und der multikulturellen und multi-religiösen Lebenszusammenhänge wird die religiöse Bildung immer wichtiger - für die eigene Verwurzelung und Identität der Kinder und Jugendlichen, für religiöse Urteilsfähigkeit, für Sinnfindung und Orientierung in der Welt sowie für die Verständigungsfähigkeit und Toleranz“.
(zitiert aus: EKD, Religionsunterricht, Hannover 2006)

Religion - Das kleine Fach der großen Fragen

Der Religionsunterricht ist offen für alle. Schülerinnen und Schüler, die sich auf die Konfirmation und Firmung vorbereiten, bringen ihre Beobachtung und Fragen ein; Kinder aus anderen Konfessionen oder Religionen bereichern das Wissen um andere Kulturen; Jugendliche ohne konfessionellen Hintergrund bekommen einen Einblick in religiöse Denkweisen; und entschiedene Atheisten lernen kennen, wogegen sie eigentlich sind.

Schülerbezogen
Der RU nimmt im Erfahrungshorizont der Schülerinnen und Schüler die Frage nach dem Sinn des Lebens auf, thematisiert Beispiele gelebter und überlieferter Religion, stärkt lebensgeschichtliche Grundlagen und vermittelt kulturelle, ethische, religiöse u.a. Kompetenzen.

Orientierend
Der RU hat das Ziel,Kinder und Jugendliche bei der Frage nach Gut und Böse, Glück und Leid, Welt und Gott nicht alleinzulassen.
Sie brauchen Zeit und Raum der Orientierung und Selbstvergewisserung.
Im christlichen Verständnis schließt die Frage nach Gott und seinem Willen die Frage ein, wo und wer Gott nicht ist und was und wer seinem Willen nicht entspricht, seien es ideologische oder materielle Erlösungsverheißungen.

Authentisch
Der RU unterstützt und begleitet Kinder und Jugendliche durch Sachkenntnis und authentische Begegnung mit der christlichen Tradition.
Im Dialog mit anderen Religionen und Weltanschauungen können Kinder und Jugendliche selbst herausfinden, wer sie sein und glauben wollen.

Kritisch
Religiöse Traditionen in den konfessionellen Ausprägungen des Christentums haben unsere Geschichte und Kultur nachhaltig geprägt. Sie wirken fort in unseren Vorstellungen von Individuum und Gemeinschaft, beeinflussen Moral und Recht, Sprache, Literatur, Kunst und Musik.
Die Kenntnis des religiösgeschichtlichen Erbes ist ein unverzichtbarer Bestandteil schulischer Bildung sowie Voraussetzung zur Religionskritik.

Mehr als ratio

Die Fundamente

Religion hat ein eigenständiges Fundament. Religion erfasst nicht einen Teilbereich des Lebens allein, sondern macht das Leben und insgesamt die Welt frag-würdig.

Die letzte Autorität der Religion ist nicht die ratio, sondern die Gotteserfahrung. Diese wird - unbeschadet gewissenhafter vernünftiger Prüfung- durch das biblische Zeugnis vermittelt.

Die Sprache

Kinder und Jugendliche erlernen verschiedene Wege, sich das Leben und die Welt zu erschließen. Religion hat ihre eigentümlichen Sprachformen der Welt- und Lebensdeutung hervorgebracht, die versprechen, mit dieser Welt anders umzugehen, damit das Staunen und Dank und Freude und Klage nicht im Halse stecken bleiben.

Die Kraft religiöser Sprache des Trostes, des Widerstandes und der Hoffnung erweist sich gerade dort, wo die Sprache des Arguments und der Logik verstummen.

Religion in der Oberstufe

Informationen gibt es direkt bei Herrn Kahmann!