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Exkursion zum Teltowkanal am 29.05.2013 (Biologie LK – Fr. Kröger (Q2))

Die Exkursion mit dem Leistungskurs Biologie zum Semesterthema Ökologie war ein voller Erfolg.

Nachdem wir uns mit allen Materialien auf dem Spielplatz zwischen der Königsberger Straße und dem Kraftwerk Lichterfelde eingefunden haben und alle Arbeitsblätter verteilt waren, haben wir ein paar allgemeine Informationen zum Teltowkanal gelesen. Anschließend haben wir uns in Gruppen aufgeteilt und uns eine Messstelle für den 1. Exkursionsteil ausgesucht. Dieser Exkursionsteil beinhaltete die Gewässeruntersuchung des Teltowkanals an vier verschiedenen Messstellen. Die erste Messstelle war im Bereich der Bäkebrücke vor dem Einleiter des Klärwerkes Ruhleben, die zweite direkt am Einleiter Ruhleben, die dritte an der Schiffsanlegestelle vor der Einleitung des Kraftwerkes Lichterfelde und die vierte Messstelle bei der Einleitung des Kraftwerkes Lichterfelde.

Das Ziel unserer Messungen war es, dem Teltowkanal eine Gewässergüteklasse zuzuordnen und die unterschiedlichen Ergebnisse an den verschiedenen Messstellen zu erklären. Gewässer werden nach der Stärke der Belastung mit Verschmutzungsstoffen entsprechend ihrer Wassergüte in Klassen eingeteilt. Man unterscheidet vier Gewässergüteklassen, unter denen die Güteklasse I das Wasser mit der höchsten Wasserqualität angibt.

Nun haben wir an den einzelnen Messstellen unter Verwendung verschiedener Hilfsmittel die Sichttiefe, die Fließgeschwindigkeit und die Wassertemperatur gemessen und zwei verschiedene Wasserproben, einmal vom Oberflächenwasser und einmal vom Tiefenwasser entnommen.

Anschließend haben wir uns wieder auf dem Spielplatz gesammelt und die Wasserproben auf den Ammoniumionen-, den Nitritionen-, den Nitrationen-, den Phosphationen-, den Sauerstoffgehalt, die Sauerstoffsättigung und den pH-Wert mit Hilfe verschiedener Chemikalien untersucht und die Ergebnisse im Gruppengespräch mit dem Kurs zusammengetragen.

Gemeinsam sind wir auf das Gesamtergebnis gekommen: Insgesamt ist die Nährsalzbelastung speziell durch Nitrationen relativ hoch und die Sichttiefe unter 1 Meter, so dass man auch auf Grund der anderen Messwerte auf eine Güteklasse II-III oder an einigen Messstellen III schließen kann, das heißt, das Gewässer ist kritisch bzw. stark verschmutzt. Außerdem haben wir einen toten Fisch und viel Schmutz auf der Wasseroberfläche während der gesamten Exkursion beobachten können, aber auch kleine lebende Fische mit dem Planktonnetz gefangen. Durch den Einleiter Ruhleben wird die Belastung mit Ammioniumionen erhöht, aber durch Verwirbelung auch der Sauerstoffgehalt. Durch die Einleitung des Kühlwassers des Kraftwerkes wird die Temperatur im Teltowkanal deutlich erhöht, damit sinkt die Sauerstofflöslichkeit eindeutig.

Nun folgte der 2. Exkursionsteil, das Bestimmen von Pflanzen und Tieren. Unsere Aufgabe war es nun mit Hilfe von verschiedenen Bestimmungsbüchern und Internetrecherche möglichst viele Pflanzen und Tiere in der Umgebung des Teltowkanals zu bestimmen und mindestens 20 Artnamen zu notieren, z.B. Löwenzahn, Erle, Eiche, Nachtigall, Ameise, Kastanie, Stockente, Taube, Mistkäfer, Brennessel, Efeu, Mücke, Fliege u.v.m. Zu vier Arten des der Gruppe zugeteilten Themas sollte schließlich noch ein Informationsblatt erstellt werden, das in einem kurzen Vortrag den anderen Gruppen präsentiert wurde.

Alle hatten sehr viel Spaß und zugleich war es sehr interessant, ein Gewässer unserer unmittelbaren Umgebung näher kennen zu lernen.

Friederike Pohl, Juni 2013

Impressionen