Seit mehr als zehn Jahren absolvieren die Schülerinnen und Schüler der PNS in der 9. Klasse ein zweiwöchiges Betriebspraktikum. Diese Möglichkeit, im Rahmen der Schule einen Einblick in die Arbeitswelt zu bekommen, wurde bisher von den am Betriebspraktikum Beteiligten - den Schülern, Lehrern, Eltern - vorwiegend positiv erlebt. Damit das Betriebspraktikum eine lohnende Erfahrung wird, ist eine rechtzeitige Auseinandersetzung mit diesem Vorhaben nötig. Auch müssen diverse Bestimmungen beachtet werden.

Die folgenden Erläuterungen sollen eine erste Orientierung ermöglichen.

Wann?

Das Praktikum findet immer in den beiden letzten Wochen vor den Winterferien statt.

Der konkrete Zeitraum in diesem Schuljahr geht vom 20. Januar bis zum 31. Januar 2025.

Wo?

Der Betrieb liegt grundsätzlich innerhalb der Berliner Stadtgrenzen. Das Betriebspraktikum kann ebenso in einer Einrichtung des Landes Berlin (z. B. Kindergarten oder  Schule) wie einem privatwirtschaftlichen Betrieb absolviert werden. Beispiele für Praktikumsplätze aus den letzten Jahren sind Architekturbüro, Design-Werkstatt, Tierarzt, Kinderladen, Grips-Theater, Naturkundemuseum, Autowerkstatt, Radiosender, Fernsehsender, Hotel, Kinderarzt. Das Betriebspraktikum kann nicht in elterlichen Betrieben stattfinden und auch nicht in Betrieben, zu denen ein verwandtschaftliches Verhältnis des Schülers besteht. 

Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen

Die tägliche Arbeitszeit umfasst sechs Stunden plus eine Stunde Pause. Sie muss zwischen 7 Uhr und 20 Uhr liegen. Das Wochenende ist frei. 
Die Schüler werden für ihre Tätigkeiten während des Betriebspraktikums nicht bezahlt

Während des zweiwöchigen Betriebspraktikums dürfen die Schüler nicht im betreffenden Betrieb jobben, auch nicht nach dem offiziellen Anwesenheitszeitraum

Beurteilung

Die Schüler fertigen über ihr Praktikum einen Ordner an. Dieser enthält u. a. kurze Tagesprotokolle, eine ausführliche Beschreibung eines typischen Arbeitstags sowie Informationen über den Betrieb. Eine detaillierte Ausführung der Anforderungen erhalten sie rechtzeitig vor Beginn des Praktikums.

Dieser Ordner wird bewertet hinsichtlich der Gestaltung und des Inhalts. Auch hierzu gibt es rechtzeitig ein Informationsblatt. Auf dem Versetzungszeugnis am Ende der 9. Klasse wird dieser Leistung mit einer Bemerkung Rechnung getragen, die den Notenstufen entspricht, etwa „…hat mit sehr großem Erfolg am Betriebspraktikum teilgenommen“ für die Note Eins.

Durchführung

Während ihres Praktikums werden die Schüler an ihrer Arbeitsstelle von ihrem Klassenlehrer besucht. Er macht sich ein Bild vom Betrieb insgesamt sowie von den Arbeitsbedingungen. Gespräche mit den Betreuern und natürlich mit dem Schüler runden den Eindruck ab. Dieser Lehrer beurteilt den Praktikumsordner und ist auch der erste Ansprechpartner der Schüler, falls es Probleme geben sollte.

Auswahl des Betriebs

Am Praktikumsplatz verbringen die Schüler zwei Wochen lang jeden Tag etwa 7 Stunden! Deshalb sollte man bei der Auswahl des Betriebs sehr sorgfältig vorgehen. Was interessiert mich wirklich? Welchen Arbeitsbereich möchte ich gern näher kennenlernen? Das sind zwei entscheidende Fragen, die man an sich richten sollte. Im Betrieb ist dann die wichtigste Frage: Welche Tätigkeiten kann ich hier ausüben? Wenn man wenig zu tun hat und oft nur zuschaut, kann die Zeit sehr lang werden. Der Arbeitstag sollte möglichst interessant und abwechslungsreich sein.

Gespräche mit Erwachsenen, die im Berufsleben stehen, also mit Eltern, Nachbarn oder Verwandten, oder auch mit älteren Schülern können hier hilfreich sein. Die Schule sammelt Adressen von Praktikumsplätzen vergangener Jahre. Falls erforderlich kann Frau Wiehle, die Koordinatorin des Betriebspraktikums, bei der Entscheidungsfindung helfen. Am Ende ist noch nie jemand ohne Praktikumsplatz geblieben.

Bewerbung

Das Schreiben von Bewerbungen ist Thema im Deutschunterricht der 8. Klasse.

Man sollte auch schon in der 8. Klasse darüber nachdenken, wo man sein Praktikum machen möchte. Bei sehr stark nachgefragten Betrieben empfiehlt sich eine Bewerbung noch vor den Sommerferien. Ansonsten sollte man gleich nach den Sommerferien loslegen.

Wenn man sich einen Betrieb ausgesucht hat, sollte man zunächst telefonisch Kontakt aufnehmen. Dabei kann man die Bewerbungsformalitäten klären und ggf. schon einen Termin für ein Vorstellungsgespräch – außerhalb der Schulzeit – vereinbaren.

Für das Praktikum muss ein Vertrag geschlossen werden zwischen dem Betrieb und der Schule. Formulare gibt es beim Klassenlehrer.

Betriebspraktikum - Der Fahrplan

Terminplanung -- Stand: Mai 2024

Ab August 2024

Die Schüler*innen der 9. Klassen beginnen mit der Suche nach einem Praktikumsplatz. Nach erfolgreicher Bewerbung lassen sie die ausgehändigten Formulare - genannt „Vereinbarung“ - von ihren Betrieben bzw. Einrichtungen des Landes Berlin ausfüllen, möglicherweise stempeln und vor allen Dingen unterschreiben. Diese Formulare sind sozusagen die Verträge und müssen als 2-fache Originale bei den Klassenleitungen abgegeben werden.

13.11.2024

Spätester Abgabetermin der Unterlagen an die Klassenleitungen! Die Klassenleitungen sammeln die von den Schüler*innen und den Betrieben ausgefüllten Formulare - „Vereinbarung“ - in zweifacher Ausfertigung ein, kontrollieren und unterschreiben sie.

22.11.2024

Abgabe der Praktikumsverträge an die Koordinator*in. Nach Unterschrift durch den Schulleiter erhalten die Schüler*innen das für den Betrieb bestimmte Formular zurück.

20.12.2024

Bis zu diesem Datum legen die Schüler*innen einen Praktikumsordner an. Sie erstellen ein Deckblatt. Genaue Informationen erteilt die Klassenleitung.

06.01.2025

Abgabe A4-Blatt Info Praktikumsbetrieb an Klassenleitung.

20.01. – 31.01.2025

Betriebspraktikum

07.03.2025

Abgabe des Praktikumsordners bei der Klassenleitung.